Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Leserinnen und Leser,

nicht nur wir selbst werden älter, auch der Altersdurchschnitt der Mitglieder unseres Berufsverbandes steigt stetig. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen beenden aus Altersgründen ihre Praxistätigkeit, Patientinnen und Patienten sind auf der Suche nach Ärztinnen und Ärzten, unter deren Obhut sie auch zukünftig konventionelle Medizin mit den Optionen der Homöopathie sicher und erfolgreich verknüpfen können. Gleichzeitig wenden sich immer weniger Studentinnen und Studenten sowie jüngere Ärztinnen und Ärzte der Homöopathie zu, weil sie vom medialen und politischen Gegenwind gegen Homöopathie abgeschreckt werden und sich beruflich anders orientieren.

Dabei ist die wissenschaftliche Studienlage so klar wie noch nie: Homöopathie wirkt, und zwar eindeutig über den Placebo-Effekt hinaus (siehe der jüngste Review von Hamre und Kiene) Patienten wünschen Homöopathie in ärztlicher Hand! Und Ärztinnen und Ärzte haben sowohl im kassen- wie auch im privatärztlichen Bereich gute Möglichkeiten, ihre homöopathisch-ärztlichen Leistungen aufwandsadäquat honoriert zu bekommen. Ohne Zweifel wird man mit Homöopathie nicht reich (da haben andere Facharztbereiche wesentlich mehr zu bieten!). Aber viele Kolleginnen und Kollegen (siehe auch das Interview unten) berichten von einem hohen Maß an beruflicher Befriedigung, wenn sie – in welchem Fachgebiet auch immer – Homöopathie als ergänzende oder alternative Therapiemöglichkeit zur Verfügung haben.

Es lohnt sich, gerade auch bei Studentinnen und Studenten sowie jüngeren ärztlichen Kolleginnen und Kollegen für Homöopathie zu werben. Landesverbände im DZVhÄ können das begleiten und organisieren, aber es braucht vor Allem uns selbst, die Mitglieder unseres Berufsverbandes, um die Motivation authentisch in die Breite zu tragen!
Reden wir also darüber, dass Homöopathie für Ärzte und Patienten befriedigend und erfolgreich ist, stecken wir andere Kollegen mit unseren Erfahrungen an, erzählen wir im privaten Bereich und gegenüber jungen Medizinstudentinnen und -studenten davon, dass es sich lohnt, der Negativpropaganda die eigenen Erlebnisse entgegenzustellen!

In diesem Newsletter geht es genau darum: ums Neugierig-machen, um die Angebote für eine erste Kontaktaufnahme mit der Homöopathie und um die Weitergabe von Erfahrungen!

Viel gute Energie beim Lesen fürs Weitermachen, fürs Weitersagen und für ein lebendiges Miteinander!

Herzliche Grüße von Ihrem LV Bayern-Vorstand!

Interviev von Dr. med. Ulf Riker mit Dr. med. Anna Gerstenhöfer

Riker: Liebe Anna, Du bist seit Jahren bei WissHom aktiv und kümmerst Dich um Angebote für Studierende und junge Ärztinnen und Ärzte. Was steht für Dich im Mittelpunkt Deiner Arbeit?
Gerstenhöfer: Ich bin froh, dass mir während des Studiums jemand erklärt hat, was Homöopathie ist, dass ich schon bei Dr. Stange Augsburg meine Ausbildung beginnen durfte. Es ist so erfüllend, Homöopathie zum Wohle der Patient*innen in der Praxis anwenden zu können. Deshalb möchte ich jungen
Kolleg*innen auch ermöglichen, diesen Weg für sich zu entdecken
Riker: Homöopathie hat ja seit Längerem mit medialem und politischem Gegenwind zu kämpfen. Wie wirkt sich das nach deiner Erfahrung auf das Interesse bei jüngeren KollegInnen aus?
Gerstenhöfer: Viele haben heute Hemmungen, sich öffentlich zur Homöopathie zu bekennen, aber viele merken auch, dass sie einseitig informiert werden. Ich finde es gut, wenn man kritisch prüft und sich eine eigene Meinung bildet. Unsere Aufgabe ist, die Homöopathie so darzustellen, dass ihr Wesen und ihr Potential erkennbar werden. Viele können sich auch an gute Erfahrungen mit Homöopathie in der Kindheit erinnern. Solange wir als Homöopath*innen gute Arbeit leisten, wird die Homöopathie bestehen bleiben.
Riker: Was würdest Du - von Mensch zu Mensch - Studenten und jungen Ärztinnen sagen, warum es sich dennoch lohnt, sich mit Homöopathie zu beschäftigen?
Gerstenhöfer: Die Beschäftigung mit der Homöopathie hilft erstens, ein tiefgreifendes Verständnis von Gesundheit und Krankheit zu entwickeln und in diesem Zusammenhang einzuordnen, wie uns äußere Einwirkungen beeinflussen, im positiven wie im negativen Sinne. Beispielsweise zu erkennen, wie wichtig gute zwischenmenschliche Beziehungen gerade im Kindesalter sind. Oder dass organische Erkrankung meist nicht von ungefähr entstehen, sondern die logische Folge von vorangehenden funktionellen Ungleichgewichten sind. Und zweitens erleben wir die Möglichkeit, mit der Homöopathie sogar die Selbstregulationsmechanismen zu aktivieren. Es ist ein Geschenk beobachten zu dürfen, was passiert, wenn es gelungen ist, ein gut passendes Arzneimittel zu finden.
Riker: Habt ihr genügend Unterstützung durch unseren Berufsverband oder was sollten die Landesverbände besser machen, um unseren ärztlichen Nachwuchs von Homöopathie zu begeistern?
Gerstenhöfer: Ich glaube, jeder tut, was er kann. Es ist gut zu verstehen, dass viele erschöpft sind. Vom Verband und von den Stiftungen her ist sehr viel Offenheit da, sobald es um Nachwuchsförderung geht. Es wäre schon sehr schön, wenn mehr bereit wären, mitzudenken. Je mehr mithelfen, desto besser das Ergebnis. Vielleicht könnten die Landesverbände helfen, dass motivierte Personen zueinander finden. Gemeinsam kann man viel leichter Dinge ins Rollen bringen, als wenn jeder einzeln das Rad neu erfinden muss.
Riker: Welchen Stellenwert hat Homöopathie für Dich persönlich in Deiner ärztlichen Praxis? Was würde fehlen, wenn Du der Homöopathie nicht begegnet wärst?
Gerstenhöfer: Als ich die Homöopathie im Studium kennengelernt habe, war ich selbst und mit meinen Kindern bei Dr. Dagmar Haury in Schwabing in Behandlung. Durch die Behandlung habe ich nicht mehr zweimal im Jahr meine Bronchitis durchmachen müssen und habe eine Menge Geld für Reisen eingespart. Dr. Lars Stange war mir nicht nur ein ausgezeichneter Homöopathie-Lehrer, sondern auch menschlich ein wichtiges Vorbild. Ohne Homöopathie wäre ich gar nicht die, die ich jetzt bin, und ich könnte meinen Patient*innen nicht so beistehen, wie ich es jetzt kann.
Liebe Anna, vielen Dank für Deine Arbeit und deine Zeit für dieses Interview!

Unsere Empfehlung: Webseite 'Homöopathie im Studium'

Die Webseite 'Homöopathie im Studium' ist eine unbedingte Empfehlung von uns. Hier findet sich aus der praktischen Arbeit von Anna Gerstenhöfer - siehe Interview - vieles wieder. Also reinschauen: Frisches Layout, animierende Darstellung, sehr gute Gliederung, mit Online-Angeboten - zielgenau für die junge Generation. Etwa: Basiswissen - Online-Workshop - Online-Arbeitskreis
Die Seite basiert auf erfahrenen und sympathischen DozentInnen, einem ausgeklügelten Programm und didaktisch hochwertiger Aufbereitung der Inhalte.
Aktuelles Programm auf 'Homöopathie im Studium'
  • Kostenfreier ONLINE-WORKSHOP: „Grundlagen der Homöopathie und ihre kritische Beleuchtung“, 8.-10.11.24. Anmeldung: Homöopathie im Studium
  • ONLINE-PROGRAMM BASISWISSEN: Was ist Homöopathie? Einführung in die praktische Anwendung. Infos zum Stand der Forschung.
  • MATERIA-MEDICA: Youtube Kurz-Lehrfilme zu 40 wichtigen homöopathischen Arzneimitteln mit illustrierenden Behandlungsbeispielen
  • STUDENTISCHER ARBEITSKREIS: Gemeinsam Fälle lösen, Arzneien studieren, Verläufe beurteilen. Jeweils letzter Mittwoch im Monat: 30.10. // 27.11.24...

LV-Bayern Aktion: Gesicht zeigen! Stellung beziehen! Für die Homöopathie!!

Wir alle machen Homöopathie aus Überzeugung und Leidenschaft. Lassen Sie uns ansteckend sein, sagen wir offen, warum wir als Ärztinnen und Ärzte Homöopathie praktizieren.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
  • Schreiben Sie uns – ein Satz genügt, es dürfen aber auch zwei sein – was Homöopathie für Sie bedeutet und wie sie Ihren Praxisalltag bereichert.
  • Machen Sie ein kurzes Handy-Video - ½ Minute reicht, es darf auch eine ganze Minute sein – und unterstreichen Sie Ihr Engagement durch das bewegte Bild. Achtung: vorher ein bisschen üben, netter Hintergrund, nicht verwackeln und ins Bild gucken.
Wir präsentieren Ihre Nachricht als Motivation für jüngere KollegInnen, z.B. auf der Webseite des LV-Bayern oder auf der Weiterbildungsseite des DZVhÄ.

Haben Sie Lust? Machen Sie mit? Prima! Wir verlosen unter allen Einsendungen bis zum 15. November ein Frei-Ticket für unsere Fortbildungsveranstaltung mit Dr. Karl Grunow am 30.11./1.12.24. Bitte schicken an: lv.by@dzvhae.de

Termine

Veranstaltungsreihe beim ÄKBV München

HOMÖOPATHIE – PRAXISBEWÄHRT UND EVIDENZBASIERT
Unsere erfahrenen Praktiker*innen
  • Dr. Uwe Krämer-Hoenes, Allgemeinmedizin,
  • Dr. Sigrid Kruse, Pädiatrie und
  • Dr. Ute Bullemer, Gynäkologie,
berichten anhand von eigenen Fällen aus der Praxis und zeigen die Möglichkeiten der homöopathischen Behandlung. Auf die entsprechende Studienlage wird hingewiesen. Highlight, der Vortrag von
  • Dr. Klaus von Ammon, Neurochirurg aus Bern,
der den aktuellen Stand der Wissenschaft rund um Homöopathie darstellt und zeigt, dass Homöopathie sehr wohl eine evidenzbasierte Therapiemethode ist, deren Wirkung eindeutig wissenschaftlich belegt ist.

Termine der Veranstaltungsreihe:
  • Di 22.10.24, Dr. med. Uwe Krämer-Hoenes: gezielte homöopathische Behandlung von akuten Infekten am Beispiel der Grippe
  • Do 14.11.24, Dr.med. Sigrid Kruse: Akutbehandlung in der Pädiatrie. Studienlage zur Otitis media
  • Di 10.12.24, Dr.med. Ute Bullemer: Homöopathie in der gynäkologischen Praxis, Erfahrungen einer Frauenärztin
  • Di 21.1.25, Dr.med. Klaus von Ammon: Aktueller Stand der Wissenschaft in der Homöopathie
Jeweils von 19 - 20.30 Uhr. Kolleginnen und Kollegen aus dem Großraum München sind herzlich eingeladen! ACHTUNG: Zum Januar-Termin mit Dr. Klaus von Ammon werden wir auch PolitikerInnen der verschiedenen Parteien, VertreterInnen der BLÄK, der Apothekerkammer sowie von Krankenkassen und Medien einladen!
Save the Date: Hochkarätige Fortbildungsveranstaltung - Homöopathische Behandlung chronischer haterkrankungen -
Unser Gast: Der Dermatologe und Homöopath Dr. Karl Grunow aus Berlin.
Samstag 30.11. und Sonntag 1.12.2024
im Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen / München Harlaching

Anmeldung zu den Veranstaltungen, Martina Edelmann, Sekretariat LV Bayern, Tel.: 089/44717086 oder per E-Mail: lv.by@dzvhae.de
Alle Termine finden Sie auch auf unserer Webseite im Veranstaltungskalender.
DZVhÄ-Delegiertenversammlung II, 16.-17. November 24 - online
Der LV Bayern wird neben den drei Vorständen (Stefanie Sartorius, Walter Manz und Ulf Riker – Gerhard Antrup ist als Bundesvorstand „Finanzen“ sowieso involviert) vertreten durch die KollegInnen Maria Reiser-Köhler, Andrea Stadler, Renate Grötsch, Karl-Wilhelm Steuernagel und Nikolaus Hock.

Breaking-News: Die bisherige 1. und 2. DZVhÄ-Vorsitzenden, Dr. Michaela Geiger und Dr. Sieglinde Lauer haben ihren vorzeitigen Rücktritt angekündigt, nachdem Vorwürfe seitens der Landesverbände Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zu erheblichen Spannungen und persönlichen Kränkungen geführt hatten.
Halten Sie uns also die Daumen, dass wir einen neuen, funktionstüchtigen und engagierten DZVhÄ-Vorstand zustande bekommen! Kontinuität, Transparenz, Einsatzbereitschaft und kollegiales Miteinander sollten zentrale Qualitäten in unser aller Interesse sein!
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