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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,
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im Kreislauf der Jahreszeiten ist der Winter die Zeit des Todes, aber auch der Erneuerung. Die kahlen Äste ragen in einen oft grau verhangenen Himmel, der Boden ist hart gefroren, und wenn man nicht wüsste, dass mit dem länger Werden der Tage sich auch ein neuer Frühling vorbereitet, würden wir uns manchmal am liebsten hinter einem warmen Ofen verkriechen und darauf warten, dass die Sonne uns wieder wärmt und neues Leben erweckt.
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Wolfgang Springer hat seinen Winter des Lebens erreicht und hat uns verlassen. Wir trauern um ihn und wünschen ihm nach einem engagierten und intensiven Leben den Frieden in anderen Sphären.
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Aber wenn er auch nicht mehr leibhaftig unter uns ist, so hat er uns doch sehr viel hinterlassen. Vielen Menschen hat er als Arzt und Homöopath geholfen, vielen von uns war er Lehrer, Supervisor und Freund, die ärztliche Homöopathie stand über Jahrzehnte im Zentrum seines Engagements, und auf den „Festplatten“ unserer Hirne und Herzen hat er tiefe Spuren hinterlassen. Diese Spuren sind es, die wir zwar nicht sehen, die uns aber die Möglichkeit geben, sein geistiges Vermächtnis in einen neuen Frühling hinüber zu retten und darauf zu bauen, dass die Saat, die er gelegt hat zur rechten Zeit wieder aufgeht.
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Vielleicht ist es nicht unsere Aufgabe, zu trauern, sondern in seinem Sinne den Boden zu bestellen, auf dem ärztliche Homöopathie immer wieder aufs neue keimen und wachsen kann? Dazu werden wir uns gegenseitig brauchen! Und wir werden als VertreterInnen „seines“ Landesverbandes dafür sorgen, dass uns sein Credo nicht abhandenkommt, wie es im folgenden Nachruf formuliert ist.
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Machen wir es ihm nach, aber machen wir es genau nach!
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In diesem Sinne grüßen wir Sie alle mit stillen und winterlichen Grüßen
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Beste Grüße aus Ihrem Bayern-Vorstand,
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Ihr Dr. Ulf Riker im Namen des ganzen Vorstandes Ihres Landesverbandes
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Nachrufe
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Dr. Wolfgang Springer hat uns nach verzweifeltem Ringen um die Vorherrschaft der Lebenskraft über die Dynamik der komplexen chronischen Krankheit für immer verlassen.ir begleiten Wolfgang Springer in Gedanken und Gebeten auf seinem auf seinem Weg in eine andere Welt.
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Als homöopathische Ärztinnen und Ärzte verlieren wir einen unserer größten Lehrer, einen Mentor und erstklassigen Supervisor, einen menschlichen Freund und einen engagierten politischen Kämpfer für die ärztliche Homöopathie im deutschsprachigen Raum.
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2012 wurde ihm vom damaligen bayerischen Minister für Gesundheit und Umwelt, Dr. Marcel Huber, das Bundesverdienstkreuz am Bande durch den Bundespräsidenten verliehen. In der Laudatio hieß es damals:
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„Dr. Wolfgang Springer ist ein international bekannter und geachteter Arzt und Fortbilder. Durch seinen Einsatz für die Homöopathie in Deutschland hat er sich herausragende Verdienste erworben.“
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Viele von uns erinnern sich an 20 Jahre Seminarfortbildung in Lindau unter dem Motto „Mit Video durch die Materia Medica“: Dr. Springer nahm uns an die Hand und zeigte uns anhand authentischer Videomitschnitte aus Anamnesen die Breite und Tiefe zahlreicher homöopathischer Arzneien. Das Wertvollste dabei war, seine kompromisslose Präzision in der Anamneseerhebung, der Fallanalyse sowie der unbestechlichen Verlaufsbeurteilung selbst schwierigster Fälle hautnah erleben zu können.
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Viele Jahre war Springer außer in Deutschland auch in Österreich und der Schweiz als erfahrener Supervisor tätig. Er war auch verantwortlich für die Festveranstaltung „200 Jahre Homöopathie“ 1996 in der Paulskirche zu Frankfurt sowie als Präsident für den 60. Homöopathischen Weltärztekongresses 2005 in Berlin.
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Bereits 1999 wurde ihm der „Samuel“ für den besten wissenschaftlichen Vortrag anlässlich der DZVhÄ-Jahrestagung in Münster verliehen. 2005 war er erster Preisträger des neu geschaffenen „Globular Politics Award“, mit dem insbesondere sein politisches Engagement als homöopathischer Arzt geehrt wurde.
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Noch bei unserem letzten Zusammensein in Lindau wünschten wir ihm jede Menge Lebensmut und Lebenskraft. Einigen von uns war es vergönnt, ihn in der letzten Phase seiner Krankheit zu begleiten. Allein: es hat nicht gereicht!
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Was uns bleibt ist das Denken an sein mutiges und konsequentes politisches Eintreten für die ärztliche Homöopathie in Deutschland. Es bleibt Respekt und Hochachtung für seinen Einsatz in der homöopathischen Lehre und Dankbarkeit für Alles, was wir von ihm lernen durften. Sein Credo: „Erst kommt das Handwerk, dann das Kunsthandwerk und dann die Kunst, und zwar genau in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt!“ zeichnete ihn aus als konsequenten Nachfahren Hahnemanns, der uns ins Stammbuch schrieb: “Machts nach, aber machts genau nach!“
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Lieber Wolfgang, wir danken Dir, wir gedenken Deiner und wir wünschen Dir den wohlverdienten Frieden!
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Mona Kölsch und Dr. Ulf Riker für den Vorstand des DZVhÄ
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Dr. Karl-Wilhelm Steuernagel, Past-President des DZVhÄ
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Dr. Gisela Etter, Präsidentin SVhA
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Dr. Susanne Dietz, Präsidentin ÖGHM
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Dr. Bernhard Zauner, Präsident ÄKH
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Die Trauerfeier für Dr. Wolfgang Springer findet statt am Freitag, 7. Februar 2025, um 14.30 Uhr in der Aussegnungshalle von AETAS in der Baldurstraße 39, 80638 München.
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„Einer unserer ganz großen Homöopathen hat uns verlassen: einer, der sich nie mit Mittelmäßigem zufriedengab und für den immer nur die beste Lösung akzeptabel war.
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Das betraf nicht nur seinen Unterrichts-Stil, sondern gleichzeitig auch seinen Einsatz für das Ansehen der Homöopathie in Wissenschaft und Politik. Er dachte ausschließlich „groß“. Für seine Ziele war ihm nichts zu viel und wenn ihm ein Weg richtig erschien, verfolgte er ihn kompromisslos. Seiner Klarheit des Denkens und seinem souveränen Auftreten verdanken wir homöopathischen Ärzte unendlich viel.
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Ob ein „Ruhe in Frieden“ ihm ein Segenswunsch wäre? Das kann ich mir nicht vorstellen. Eher vermute und hoffe ich, dass er uns aus der anderen Welt heraus noch mit manchem Rat und mancher Inspiration unterstützen wird, und zwar immer mit einer klaren Ansage!“
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„Genauigkeit war Wolfgangs Forderung.
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Hervorragend waren seine Verschreibungen.
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„Ich habe Sie in meinem Weiterbildungskurs 1992 kennengelernt. Ich war von Ihrem präzisen und lebendigen Unterrichtsstil von Anfang an begeistert. Nach meinem Einstieg in die Praxis begann ich, Ihre Live-Supervisionsseminare in Harlaching zu besuchen und ließ von da an keine Supervision mehr aus! Im Laufe der Jahre durften ich Ihnen viele meiner Patientinnen und Patienten vorstellen. Wir lernten von Ihren Live-Anamnesen und -Follow-Ups, Ihren messerscharfen Analysen. Wir - unsere Supervisionsgruppe - und unsere PatientInnen sind Ihnen zutiefst dankbar dafür und werden diese Seminare sehr vermissen!
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Sie waren mir eine sehr wichtige Stütze, als Sie mir als persönlicher Mentor in der politischen Arbeit während meiner Vorstandszeit zur Seite standen. Ohne Sie hätten wir unsere Ziele nie erreicht. Ihr starker Wille, Ihr hohes Verantwortungsgefühl und Ihre herausragende Professionalität sind einzigartig!
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Ich danke Ihnen für alles, was Sie uns und mir gegeben haben. Chapeau, Herr Springer, adieu! Ich werde Sie sehr vermissen!“
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Dr. Marieluise Schmittdiel
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„Wolfgang ist gestorben, es bleibt eine Leerstelle für immer. Ich habe ihn 1986 kennen gelernt, als er noch in Diessen seine Praxis hatte und war Mitglied der Homöopathischen Praxisgemeinschaft München Pasing von 1993 bis 1999. Er war mein Lehrer und Freund bis heute, wen soll ich jetzt fragen, mit wem kann ich essen und trinken gehen, wie es nur mit ihm möglich war. Die Homöopathie ist ärmer geworden, aber er hat mir und uns so viel beigebracht. Ich werde ihn immer vermissen. Lieber Wolfgang, danke für Alles.“
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„Lieber Wolfgang, Du fehlst mir, Du fehlst uns allen. Du warst einfach immer schon da, warst da, als mein homöopathisches Leben anfing, damals 1994, als Du uns die Arzneimittelbilder von Medorrhinum und Aurum im Augsburger Dreimonatskurs nicht nur beigebracht hast, nein, Du hast sie uns miterleben lassen. Und dann hast Du mich begleitet, durch all die Jahre, mit deinen Supervisionsseminaren und Deinen Materia medica Seminaren in Lindau. Zunächst konnte ich einfach nur staunen, allmählich konnte ich Dir Schritt für Schritt immer weiter folgen auf Deinen Wegen vom Patienten, über die Symptome, zum Arzneimittel. Du und Deine Methode haben nicht aufgehört, Herausforderung und Vorbild für mich zu sein. Aber es war ja nicht nur Homöopathie in deren Geheimnisse Du wie kein Zweiter eingedrungen warst, es waren ja auch die kleinen erlesenen Randbemerkungen zum „guten Leben" die Du ab und zu hast fallen lassen. Die besten Zigarren, der gediegenste Scotch. Du und die Gespräche mit Dir werden mir fehlen, wenn ich mir wieder mal eine „Trinidad fundador" in einer warmen Sommernacht gönne. Danke für alles, was Du mir, was Du uns, was du der Homöopathie gegeben hast!“
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Termine
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
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zum Gedenken an Dr. Springer planen wir als „sein“ Landesverband eine Veranstaltung mit dem Titel „Wolfgang-Springer-Memorial“: wir wollen einzelne Supervisions-Fälle und Video-Aufzeichnungen aus seinen Seminaren noch einmal Revue passieren lassen und damit auch jüngeren Kolleginnen und Kollegen, die ihn nicht mehr erleben konnten, einen lehrreichen Einblick geben in seine hochpräzise Art der homöopathischen Arbeit. Wir werden Sie zeitnah informieren!
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Landesverband Bayern im DZVhÄ
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Veranstaltungsreihe beim ÄKBV München:
HOMÖOPATHIE - PRAXISBEWÄHRT UND EVIDENZBASIERT
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Dienstag 21. Januar 25, Dr. med. Klaus von Ammon:
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Aktueller Stand der Wissenschaft in der Homöopathie
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Dr. Klaus von Ammon ist Neurochirurg, homöopathisch tätiger Arzt in eigener Praxis in Stäfa am Zürichsee, Konsiliararzt am Berner Inselspital und Leiter der klinischen Forschung am Institut für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern.
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Der Homöopathie wird mit schöner Regelmäßigkeit unterstellt, sie habe keinerlei wissenschaftlichen Grundlagen, es gebe keine Wirksamkeitsnachweise und außerdem entbehre ihr Wirkmechanismus jeglicher Plausibilität. Dass diese Darstellung der Homöopathie fachlich und sachlich unrichtig ist wird Dr. von Ammon in seinem Vortrag anhand aktueller wissenschaftlicher Forschungsergebnisse darstellen. Man muss kein Befürworter der Homöopathie sein, aber man darf erwarten, dass die Faktenlage vorurteilsfrei und korrekt kommuniziert wird. Dazu soll dieser Abend einen Beitrag leisten.
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Wir laden daher unsere Mitglieder aus dem Großraum München, alle interessierten ärztlichen Kolleginnen und Kollegen aus der Region, Vertreter der Bayerischen Landesärztekammer, der Bayerischen Apothekerkammer sowie aus Politik, Medien und Öffentlichem Leben sehr herzlich ein.
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Jeweils von 19 - 20.30 Uhr im Seminarzentrum des ÄKBV, München, Elsenheimerstrasse 63, Erdgeschoß rechts
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Anmeldung zu den Veranstaltungen, Martina Edelmann, Sekretariat LV Bayern, Tel.: 089/44717086 oder per E-Mail: lv.by@dzvhae.de
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Messe-Stuttgart „Medizin“, 31.1. - 2.2.25, 2-tägiger Vortragsstrang „Integrative Medizin“, Schwerpunktthema „Fieber“ am Sonntag 2.2.25. Subthemen u.A. „Fieberleitlinien und Hyperthermie“, „Fieberinduktion bei Krebs“
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Moderation durch unseren Kollege Dr. Jürgen Delaporte
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Mitgliederversammlung des LV Bayern
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Samstag, 22. Februar 2025 um 10 Uhr im Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilverfahren, München
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Unser Landesverband ist nur so stark, wie ihn seine Mitglieder machen!
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Deshalb bitten wir Sie: machen Sie es möglich, dabei zu sein! Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag unterstützen Sie unsere Arbeit – und wir legen Rechenschaft ab.
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Gestalten Sie die ärztliche Homöopathie von morgen mit. Am Ende der Versammlung erwartet Sie eine kleine Mini-Fortbildung: eine Fallschilderung aus der Supervision mit Dr. Wolfgang Springer.
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Und anschließend findet wie üblich unser bayerisches Dozententreffen statt.
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Save the date!
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Kopfschmerzen – aktueller Stand der schulmedizinischen und der homöopathischen Behandlung
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Update: „Grundwissen zum Thema Kopfschmerz“ mit Dr. Thomas Lorz, Facharzt für Neurologie, Homöopathie. Anschließend Fallbesprechungen aus homöopathischen Praxen.
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