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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,
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kürzlich fand ich in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) einen Kommentar zu den lange unter Verschluss gehaltenen Dokumenten des Robert-Koch-Institutes (RKI) über die Corona-Maßnahmen. Darin heißt es unter anderem zu den geschwärzten Stellen:
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„Die Geheimniskrämerei setzt sich fort und bestärkt so viele Menschen in dem Glauben, dass Exekutive und Legislative etwas zu verbergen haben. Die Schwärzungen sind typisch für eine Politik, die sich ungemein schwertut, Fehler einzugestehen, und lieber ihre Kritiker diskreditiert: Schwurbler, Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker – was alles müssen sich nicht diejenigen anhören, die der alleinseligmachenden Wahrheit der Regierungen mit Skepsis begegnen.“
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Und weiter heißt es in der NZZ, die nicht gerade als Sprachrohr des Umsturzes bekannt ist: „Der deutsche Gesundheitsminister Lauterbach begegnet der Kritik an der Zensur der Protokolle mit der nirgends belegten Behauptung, „ausländische Regierungen“ schürten so die Verunsicherung.“
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Die Frage sei erlaubt: wer ist hier eigentlich ein Verschwörungstheoretiker? Immerhin wird in dem Artikel an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter des RKI ergebnisoffen alle Optionen diskutierten, die Regierungen (in Berlin, Wien und Bern) hingegen auf der Alternativlosigkeit ihres restriktiven Kurses beharrten. Und noch einmal die NZZ:
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„Während die Anhänger der umfassenden Freiheitsberaubung „Follow the science“ blökten, taten die Mitarbeiter des RKI das, was man von Wissenschaftlern erwartet: sie stellten vermeintliche Gewissheiten infrage.“
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Soweit zu Corona, jetzt zur Homöopathie, (wo ja bekanntlich nach „Ähnlichkeiten“ gesucht wird): Auch wir sind ja bekanntlich Schwurbler, Scharlatane, stehen womöglich den Reichsbürgern nahe und waren ohne Zweifel Corona-Leugner.
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Oder etwa nicht? Und wie steht es mit „Follow the science“? Da ist es womöglich genau umgekehrt: wir halten uns an die Ergebnisse aus Grundlagen- und Versorgungsforschung, verweisen auf Metaanalysen und einen hochkarätigen Review von den Wissenschaftlern Harald J. Hamre und Helmut Kiene und schlussfolgern, dass zumindest die Wirksamkeit der Homöopathie wissenschaftlich nachgewiesen ist. Und was blökt Lauterbach? Er stellt seinerseits diese Gewissheiten in Frage und behauptet dreist das Gegenteil, selbstverständlich ohne auch nur anzudeuten, auf welchen Daten und Fakten seine Sicht auf die Homöopathie eigentlich beruht. Auf eine diesbezügliche schriftliche Anfrage des DZVhÄ bleibt er bis heute eine Antwort schuldig.
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Wo bleibt die ergebnisoffene Diskussion im Hause Lauterbach, und wo die Bereitschaft, vermeintliche Gewissheiten infrage zu stellen? Ich fühle mich spontan an das „Wintermärchen“ von Heinrich Heine erinnert, wo es in Strophe 8 heißt:
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„Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“
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Aber das ist natürlich keine Ähnlichkeit im homöopathischen Sinne, sondern nur eine Analogie: geht es doch mit der Homöopathie nicht wie bei Heine um Zurückhaltung oder Genügsamkeit, sondern eigentlich um Freiheit der Wissenschaft und ein Mindestmaß an Respekt und Gleichbehandlung!
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Doch wir kennen inzwischen den „Herrn Verfasser“: er plädiert für das Primat der wissenschaftlichen Evidenz und präsentiert doch selbst nur eminenzbasierte Gesundheitspolitik: Homöopathie ist Unfug, also weg damit! Hierzu noch einmal die NZZ (5.4.24 – Kommentar):
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„Nicht alles, was man anordnen kann ist auch sinnvoll“
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Immerhin wächst der Widerstand: innerhalb von 4 Wochen haben sich knapp 200 000 Menschen in einer Petition für Homöopathie (und anthroposophische Medizin) stark gemacht. Und wir werden uns auf unserem Kongress im Mai in Lindau ebenfalls mit Kompetenz, spannenden Vorträgen und einem Podiumsgespräch zu Wort melden! Willkommen in Lindau, es gibt noch freie Plätze…!
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Herzliche Frühlingsgrüße,
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Dr. Ulf Riker für den ganzen Vorstand
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EILMELDUNG zur Bundestagspetition!
Sie erinnern sich: eine Petition zum Erhalt der Homöopathie (und der anthroposophischen Medizin) als Kassenleistung hatte nicht zuletzt auch Dank Ihrer Mithilfe das Ergebnis von fast 200 000 Unterschriften. Bis zum 10.4.24 war der Petent („Weils hilft“) und eine hochkarätige Vertreterin des DZVhÄ zur Anhörung eingeladen, die am 22. April stattfinden sollte. Am Nachmittag des 10. April war die Ankündigung der Anhörung auf der offiziellen Webseite des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages plötzlich verschwunden, die Anhörung wurde abgesagt. Begründung: der Gegenstand der Petition sei nicht mehr Teil des lauterbachschen GVSG-Entwurfes.
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Die Entscheidung mag formal korrekt sein. Lauterbach selbst hat aber längst betont, dass das Thema „Elimination der Homöopathie als Kassenleistung“ weiterhin auf seiner Agenda stehe. Auf diese Weise werden mündige Bürgerinnen und Bürger sowie ihre homöopathisch orientierten Ärztinnen und Ärzte also de facto „mundtot“ gemacht, der Sinn einer Petition als demokratischer Ausdruck der gesellschaftlichen Beteiligung wird zunichte gemacht, eine sachliche Auseinandersetzung ist nicht gewünscht und soll mit allen Mitteln verhindert werden.
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Das Beispiel zeigt: die demokratische Substanz unseres Landes wird klammheimlich ausgehöhlt. Auch hier gilt: wehret den Anfängen! Seien wir alle gemeinsam also sehr wachsam, denn es steht zu befürchten, dass der Gesundheitsminister mit neuen Tricks und Winkelzügen sein Vorhaben hartnäckig weiterverfolgen wird. Es sei denn, die Ampelkoalition höhlt auch ihre eigene Substanz weiterhin aus und zerstört Vertrauen….
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DZVhÄ-Kongress, 9.-11. Mai 24, Lindau
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Seien Sie dabei!
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Als Landesverband Bayern sind wir diesmal für das wissenschaftliche Programm des Drei-Länder-Kongresses verantwortlich. Ein engagiertes Organisations-Team mit Kolleginnen und Kollegen auch aus Österreich und der Schweiz hat ein spannendes Programm zusammengestellt:
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„Homöopathie bei Umbrüchen und Krisen“ rückt Bereiche des Praxisalltages in den Fokus, bei denen wir uns als Ärztinnen und Ärzte nicht selten in einem Therapie-Notstand wiederfinden:
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- Was tun bei emotionaler Traumatisierung?
- Bei Long-Covid?
- Bei latenter Suizidalität?
- Bei Erfahrung sexueller Gewalt?
- Bei schweren Pathologien?
- Nach Rückenmarksverletzungen?
- Bei posttraumatischer Belastungsstörung?
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Welche Möglichkeiten bieten uns die bestenfalls als „Super-Placebos“ belächelten homöopathischen Arzneien in derart schwierigen Praxissituationen? Lassen wir uns von hochkarätigen Expertinnen und Experten zeigen, was geht, aber auch, wo tatsächlich Grenzen sind!
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In einem Podiumsgespräch werden wir außerdem hören, wie wir gemeinsam die „Umbrüche und Krisen“ bewältigen können, in denen sich unsere ärztliche Homöopathie im medialen und politischen Umfeld befindet.
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Und nicht zuletzt werden wir uns bei einem Gesellschaftsabend begegnen oder einen Pianisten im historischen Rathaussaal der Stadt Lindau mit Werken von Beethoven und Chopin hören.
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In einem Abschlussreferat wird Prof. Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates den Bogen spannen zwischen Kunst, Homöopathie und Politik: sicher ein weiteres Highlight dieses Kongresses.
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Alles zusammen soll uns motivieren, in unserem Widerstand gegen diverse Homöopathie-Leugner nicht nachzulassen, sondern mit Überzeugung, auf wissenschaftlicher Basis, mit Praxiserfahrung und mit Leidenschaft für Homöopathie einzutreten. Herzlich willkommen in Lindau!
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Termin - 6. Juli 2024 im Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen in München
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Aus Fehlern lernen
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Im Jahr 2012 hatten wir dieses Thema schon einmal, und es fand damals starke und positive Resonanz. Nun wird unser nächstes Sommerseminar sich diesem Thema erneut widmen:
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Obwohl uns das Organon Hahnemanns reichlich Material an die Hand gibt, um „es genau nachzumachen“: wir alle kennen „Fehler“, die sich im Alltag einschleichen:
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- Die Anamnese ist unvollständig, weil wir nach speziellen Aspekten nicht gefragt haben
- Die Übersetzung der Patientensymptome in die Rubriken des Repertoriums gelingt nicht gut
- Das Material unserer Anamnese reicht nicht aus, um eine der relevanten Analysemethoden ausreichend sicher anzuwenden
- Unser „Bauchgefühl“ führt uns bei der Arzneiwahl in die Irre
- Unsere Arzneikenntnis reicht nicht aus, um eine sichere Differentialdiagnose zu treffen
- Vielleicht passt die Potenzwahl nicht zum Energielevel eines chronisch Kranken
- Im Follow-Up geben wir uns mit ungenügenden Ergebnissen zufrieden…
- … oder vielleicht haben wir auch nur letzte Nacht schlecht geschlafen….
Wenn auch Kolleginnen und Kollegen mit etwas mehr Erfahrung „die Hose herunterlassen“ und sich zu ihren „Fehlern“ bekennen, dann kann das für uns alle hilfreich sein: wir können miteinander und aneinander lernen!
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„Homöopathie für die Praxis“
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Ohne Zweifel gibt es in zahlreichen Facharztbereichen Situationen, in denen Ärztinnen und Ärzte die Freiheit haben abzuwägen, ob eine konventionelle Therapie notwendig ist, ob „wait and see“ eine ausreichend patientenfreundliche Alternative sein kann oder ob sich nicht mit Homöopathie ein Heilungsverlauf nebenwirkungsfrei zumindest beschleunigen lässt.
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Der LV Bayern hat vor, in den Monaten Oktober bis Dezember 2024 in den Räumen des ÄKBV vier Vortragsabende zu gestalten mit dem Ziel, ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, die bereits in eigener Praxis tätig sind, mögliche homöopathische Alternativen für häufig vorkommende Praxissituationen anzubieten. Diese Angebote sollten verschiedene fachärztliche Zuständigkeitsbereich abdecken, aber insbesondere auch allgemeinärztlich Niedergelassenen die Möglichkeit geben zu sehen, welche Therapiealternativen sich mit der Homöopathie ergeben.
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In allererster Linie wollen wir neugierig machen! Und wir wollen versuchen, die angebotenen Alternativen nach Möglichkeit mit aktuellen Daten aus der Versorgungsforschung zu untermauern. Damit einhergehen soll nicht zuletzt das Bekenntnis, dass auch homöopathische Ärztinnen und Ärzte sich der evidenzbasierten Medizin im Sinne Sackets verpflichtet fühlen.
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Wir werden in nächster Zeit auf einige unserer fachlich und rhetorisch besonders qualifizierten Dozentinnen und Dozenten zugehen und um Mitarbeit werben. Die ersten vier Abendveranstaltungen sollen dann zeigen, wie die Resonanz ist. Eventuell könnte die Reihe dann im Jahr 2025 fortgesetzt werden.
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TERMINE
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Teilnehmen am Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, Lindau, 9.-11. Mai 2024
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Das gesamte Kongressprogramm sowie Informationen zu den Referentinnen und Referenten finden Sie auf der Webseite zum Kongress.
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- „Heuschnupfen“ mit Dr. Michael Schreiner, 7.5.24, 19.30- 21.00 Uhr online-Seminar. Anmeldung: www.dzvhae.de/einfuehrunghom
- Homöopathie-Kongress des DZVhÄ in Lindau, 9.-11.5.24 (siehe oben)
- Sommerseminar des LV Bayern: „Aus Fehlern lernen“, 6.7.24, München, Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen
- A-Kurs vom 17.-21.7.24 in München (Kursleiter Dr. Haberstock)
- B-Kurs mit Dr. Hickmann, 9.-13.10.24, München, Seminarraum des LV Bayern
- D-Kurs mit Dr. Wolfgang Tonigold, 16.-20.10.24, München, Seminarraum des LV Bayern
- Weiterbildungswochenende des LV Bayern: „Hautkrankheiten“ mit Dr. Karl Grunow, 30.11.-1.12.24, München, Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen
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Anmeldung zu den Veranstaltungen: Martina Edelmann, Sekretariat LV Bayern, Tel.: 089/44717086 oder per E-Mail: lv.by@dzvhae.de
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