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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Leserinnen und Leser,

"Obwohl die Homöopathie vom Ausgabenvolumen nicht bedeutsam ist, hat sie in einer wissenschaftsbasierten Gesundheitspolitik keinen Platz", so Lauterbach im Oktober 2022. Jetzt sollen „unnötige Ausgaben der Krankenkassen vermieden werden“. Der Hintergrund ist klar: Lauterbach steht mit dem Rücken zur Wand. Hausärzte verlangen - zu Recht! - mehr Geld bzw. eine Entbudgetierung, Fachärzte schließen sich der Forderung - ebenfalls zu Recht! - an. Bevor aber die Krankenkassenbeiträge steigen, muss natürlich an anderer Stelle gespart werden, und zwar am besten dort, wo mit dem geringsten Widerstand zu rechnen ist. Dabei spielt keine Rolle, ob das Einsparpotential relevant ist oder nicht, Hauptsache die Forderung erzielt ihre gewünschte mediale Wirkung und lenkt von anderen, weit größeren Problemen ab.
Man kennt das ja: wenn z.B. Menschen aus Sorge um das Klima punktuell protestieren und sich auf die Straße kleben, dann ist der mediale Aufschrei groß und das eigentliche Thema „Klima“ bleibt auf der Strecke. Andererseits: wenn Bauern bundesweit Straßen mit Traktoren blockieren, dann ist das ohne Zweifel erlaubt, weil potentielles Verhungern natürlich verhindert werden muss. Bauern sind eben systemrelevant. Lokführer auch. Ebenso das Pflegepersonal in Krankenhäusern (allerdings leider nur, wenn gerade Corona herrscht).
Wenn aber Patientinnen und Patienten mit Homöopathie positive Erfahrungen machen, an anderer Stelle Medikamentenkosten einsparen und bewusst Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, dann ist das aus Sicht des Gesundheitsministers eine „unnötige“ Belastung des Solidarprinzips, macht „keinen Sinn“ und ist außerdem „unwissenschaftlich“! Mal wird mit Geld, mal mit Sinngebung, und ein anderes Mal mit Wissenschaftlichkeit argumentiert. Argumente (wenn sie denn welche wären), werden zurechtgebogen, wie es gerade passt. Hauptsache, die Schlagzeile stimmt! Und die Menschen, um die es bei Fragen nach Gesundheit und Therapieentscheidungen geht, bleiben ungehört und unsichtbar: aus politischer Sicht also nicht systemrelevant.
Aber Herr Lauterbach ist beim Leiern seiner Botschaften gar nicht so konsequent, wie es sein Bekenntnis zur Wissenschaftlichkeit eigentlich vermuten lässt. Er ignoriert konsequent, dass die Datenlage zur Homöopathie längst bestätigt hat: Homöopathie wirkt über den Placeboeffekt hinaus! Nachweislich! Siehe die jüngste Übersichtsarbeit über 6 wissenschaftliche Metaanalysen zur Wirksamkeit der Homöopathie. Er ignoriert auch Daten aus der Grundlagen- und Versorgungsforschung rund um die Homöopathie. Selektive Wahrnehmung ist, egal ob absichtlich oder aus Unvermögen, in keinem Fall der Wissenschaft dienlich. Aber schon Urban Priol hat in seinem kabarettistischen Jahresrückblick auf 2023 darauf hingewiesen, dass für Herrn Lauterbach wohl „Studien von den äußeren Hebriden“ hohe Attraktivität haben … vermutlich mehr als gesunder Menschenverstand oder das demokratische Recht mündiger Bürgerinnen und Bürger auf freie Arzt- oder Therapiewahl.

Als Ärztinnen und Ärzte mit homöopathischer Zusatzqualifikation haben wir keine Traktoren zur Verfügung und wollen uns auch nicht auf der Straße festkleben. Aber wir sind Wählerinnen und Wähler, ebenso unsere Patientinnen und Patienten, und wir haben alle eine Stimme, wir müssen sie nur erheben. Wie wäre es mit dem Slogan der Apotheker bei ihrem Protest-Tag: „Wir sind viele, wir sind laut!“ Wir wissen, wie das Schreiben von Zuschauer- oder Leserbriefen geht, viele von uns wissen, wie social Media geht, wir kennen unsere lokalen oder regionalen Politiker:innen und Mitglieder des Bundestages… Wie wäre es, wenn diese auch uns kennen lernen würden? Also: Kontakt aufnehmen! Jede und jeder von uns steht für eine große Zahl an Patientinnen und Patienten, die wir aktiv mobilisieren können, damit die Stimmen für die Homöopathie gehört werden:

Homöopathie muss als Kassenleistung erhalten bleiben!

  • Auf der Webseite des Bürgerbündnisses weil`s hilft! werden die Aktionen zum Erhalt der Homöopathie und Anthroposophischen Medizin dargestellt. Hier erfahren Sie z.B. alles über die kommende Petition.
  • Argumente und Hintergründe für Gespräche und Leserbriefe erhalten Sie auf der DZVhÄ-Webseite.
In diesem Sinne Grüßen wir Sie sehr herzlich und bitten Sie: setzen Sie sich aktiv für diese Forderung ein!
Kommen Sie gut durch den Winter und bleiben Sie gesund und engagiert.

Ihr LV-Bayern-Vorstand,
Dr. Ulf Riker, Dr. Andrea Stadler, Dr. Gerhard Antrup und Dr. Walter Manz

Homöopathie ist Leitlinien-Medizin!

Leitlinien sind in der Medizin ein relevantes Qualitätskriterium, weil sie uns dazu anleiten, Entscheidungen hinsichtlich Diagnostik und Therapie auf rationaler Basis zu treffen. Dies gilt nicht zuletzt auch für uns als homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte. In Fällen, in denen eine homöopathische Behandlung nicht in Frage kommt oder die geeignete Arznei nicht ausreichend sicher zu identifizieren ist, sind wir dennoch für unsere Patient:innen verantwortlich und müssen jederzeit in der Lage sein, den aktuellen state of the art der konventionellen Medizin zu kennen.
Ebenso wichtig ist aber: auch die Homöopathie ist keine „Medizin aus dem Bauch“, sondern unterliegt klaren Regeln ihrer Anwendung. Kontextfaktoren finden wir überall in der Medizin, also auch in der Homöopathie. Aber wir orientieren uns in der täglichen Praxis immer an der Forderung Hahnemanns, die homöopathische Arzneiwahl „nach klar einsehbaren Gründen“, also auf rationaler Basis zu treffen.
Diese Rationalität bedeutet, die Regeln der Arzneifindung konsequent zu befolgen. Für Kritiker der Homöopathie, denen diese Vorgaben meist weder theoretisch und erst recht nicht aus eigener Praxis bekannt sind, erscheint es tatsächlich nicht einfach nachzuvollziehen, wie wir konkret arbeiten. Umso wichtiger ist unsere methodenimmanenten Regeln als Leitlinien zu verstehen: damit stehen wir mit unserem Selbstanspruch auf gleicher Stufe wie alle Kolleginnen und Kollegen der konventionellen Medizin.
Und das ist gut so: Homöopathie ist nicht besser als die konventionelle Medizin, aber sie ist anders! Und sie ist - mit Hinweis auf „klar einsehbare Gründe“ - jederzeit lehr- und erlernbar. Außerdem ist sie in der Hand qualifizierter Ärztinnen und Ärzte eine sichere Methode.
In einem Beitrag auf unserer Bayerischen Webseite ist das Thema noch etwas genauer dargestellt. Die am Ende des Beitrages genannten Begriffe („Comptency Based Medical Education“ und „Entrustable Professional Activities“) werden im Februar-Newsletter näher von einer Schweizer Kollegin erklärt, denn dieses Konzept ist in der Schweiz bereits teilweise etabliert.
Chef der CDU-Senioren-Union kritisiert Karl Lauterbach
Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Dr. med. Fred-Holger Ludwig, sagt: "Offenbar verabschiedet sich die SPD ... von ihrem inhaltlichen Kern der Gerechtigkeit. Die Pläne von ... Karl Lauterbach, die Homöopathie aus der Kassenfinanzierung zu streichen, sind ungerecht, weil es unzählige
phytotherapeutische und schulmedizinische Präparate gibt, deren Evidenz keineswegs durch hochwertige Studien belegt ist. Konsequenterweise müsste Lauterbach auch diese Arzneimittel aus der Kassenfinanzierung herausnehmen.“
Quelle.

Bücherspende - ein Angebot (nicht nur) an junge Kolleginnen und Kollegen

Unser kinderärztlicher Kollege, Dr. Steffen Rabe aus München, hat im Zuge der Digitalisierung seiner täglichen Praxisarbeit seine Bücherregale leergeräumt und unserem Landesverband als Geschenk mehrere Kartons mit wertvoller homöopathischer Literatur übergeben. Wir werden die praxisrelevante Literatur zeitnah sortieren und ein Verzeichnis erstellen. Dieser Schatz soll aber nicht im Regal verstauben: wir wollen die Bücher interessierten und neugierigen Student:innen und jüngeren Kolleg:innen zu einem symbolischen Preis ( 5 - 10 Euro) anbieten, wobei der Erlös dem BPH (Bundesverband Patienten für Homöopathie) für seine Öffentlichkeitsarbeit zukommen soll.
Wenn Sie jüngere Kolleginnen oder Kollegen kennen, die sich für Homöopathie interessieren, dann geben Sie diese Information gerne großzügig weiter!
Wir danken an dieser Stelle Steffen Rabe für seine Großzügigkeit!

Mitgliederversammlung am 2. März, 10 Uhr

Bitte machen Sie einen Besuch unserer kommenden Mitgliederversammlung möglich! Wir treffen uns wie immer um 10 Uhr im Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen in München.
Es stehen erneut die Wahl des 2. Vorsitzes im LV Bayern an. Unsere Kollegin Andrea Stadler war ja vor einem Jahr freundlicherweise eingesprungen, hat aber in absehbarer Zeit keine freien Valenzen zur Verfügung, um den Posten weiter auf sich zu nehmen. Bitte überlegen Sie, ob Sie sich nicht selbst zur Wahl stellen können oder Kolleg:innen kennen, die evtl. bereit wären. Der Vorstand unseres und Ihres Landesverbandes braucht dringend personelle Vollständigkeit.
Außerdem diskutieren wir die aktuelle gesundheitspolitische Lage zur Homöopathie.

Wenn Sie Fragen zum Aufgabenbereich, Zeit- bzw. Arbeitsaufwand oder zu anderen Aspekten der Vorstandsarbeit haben, dann sagen Sie uns bitte jederzeit Bescheid: dr.riker@posteo.de oder 0173/3517691.

Teilnehmen am Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, Lindau, 9.-11. Mai 2024

Den 3-Länder-Kongress organisiert inhaltlich der LV Bayern, am wissenschaftlichen Programm sind namhafte Referentinnen und Referenten aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland beteiligt.
Das Kongress-Thema „Homöopathie bei Umbrüchen und Lebenskrisen“ nimmt häufige Praxissituationen und therapeutische Notlagen ins Visier, bei denen es nur selten taugliche Therapie-Leitlinien gibt und daher Ärzte vor besondere Herausforderungen stellt. Homöopathie kann hier erfolgreich in die Bresche springen!
Das gesamte Kongressprogramm sowie Informationen zu den Referentinnen und Referenten finden Sie auf der Webseite zum Kongress.
ACHTUNG
  • Entscheiden Sie sich zeitnah für den Kongressbesuch,
  • lernen Sie Kolleg:innen aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich kennen,
  • sammeln Sie bis zu 15 wertvolle Fortbildungspunkte für das Homöopathie-Diplom und
  • sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Hotel-Unterkunft!