|
|
|
|
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,
|
|
|
ein panik-getriggerter „Masken-Deal“ zu Beginn der Coronapandemie und am Ende ein finanzielles Milliarden-Desaster zu Lasten der SteuerzahlerInnen. Also von uns allen! Dabei hatte es bereits vor Jahren ein Pandemie-Planspiel und einen Nationalen Pandemieplan samt Empfehlung der Beschaffung von Schutzausrüstung gegeben. Verantwortlich dafür oder gar haftbar: natürlich niemand!
|
Oder: zum wiederholten Mal schwingt sich unser aktueller Gesundheitsminister zum Hüter der Evidenzbasierten Medizin auf und entscheidet doch selbst eher eminenzbasiert, z.B. wenn es um ein „Gesundes-Herz-Gesetz“ geht und um die Vorsorge bei Fettstoffwechselstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Abstimmung und fachlicher Austausch: Fehlanzeige!
|
|
Dieselbe Eminenz bescheinigt der Homöopathie Unwissenschaftlichkeit und das Fehlen von Evidenz, also weg damit. Beschäftigung mit der aktuellen Studienlage oder Nachfrage bei kompetenten Ärztinnen oder betroffenen PatientInnen: völlig überflüssig!
|
So geht Gesundheitspolitik also heute! Die Zeche zahlen die PatientInnen, als SteuerzahlerInnen oder im Krankheitsfall, das Geld ist weg und die freie Therapiewahl mündiger Bürgerinnen und Bürger ebenfalls!
|
Damit wir uns richtig verstehen, sehr geehrter Herr Gesundheitsminister: wir fördern nicht billigen Populismus (das erledigen schon Andere), aber wir wollen Wertvolles erhalten: das transparente und bürgerbeteiligte Funktionieren von Demokratie zum Beispiel! Oder eine qualifizierte ärztliche Homöopathie als Teil einer wissenschaftsbasierten guten Medizin! Unser Ziel ist es, Politikverdrossenheit ebenso zu bekämpfen wie die System-Enttäuschung von Menschen, denen offensichtlich ex cathedra verordnet wird, wie sie sich im Falle von Krankheit behandeln lassen dürfen und wie nicht.
|
|
|
|
Es ist in höchstem Maße unglaubwürdig, Evidenz je nach weltanschaulicher Position mit zweierlei Maß zu messen und daraus politische Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen abzuleiten.
|
|
Das Masken-Milliarden-Debakel und andere Fehl- oder Nichtentscheidungen sollten eigentlich zu Selbstkritik und Mäßigung führen, zumindest aber dazu, gesundheitspolitische Entscheidungen nicht vom Zaun oder übers Knie zu brechen, sondern zunächst Fachleute und BürgerInnen anzuhören und deren Erfahrungen und Expertise in einem offenen Prozess in Entscheidungen mit einzubeziehen! Wenigstens das!
|
In diesem Sinne: bleiben wir aktiv! Suchen wir das Gespräch mit Medien und der Politik. Machen wir deutlich, dass wir am Wahltag auch Stimmen haben, und zwar ziemlich viele!
|
Herzliche Sommergrüße von Ihrem LV Bayern-Vorstand!
|
|
|
|
Interview von Dr. Ulf Riker mit Dr. Maria Reiser-Köhler, Delegierte des LV Bayern
|
|
|
|
Liebe Frau Kollegin Reiser-Köhler, liebe Maria. Du hast Dich ja erstmals und ziemlich spontan dazu bereit erklärt, den LV Bayern auf der DZVhÄ-Delegiertenversammlung zu vertreten. Erzähl uns mal kurz, wie Du zur Homöopathie gekommen bist und was Deine Impulse waren, Dich zur Delegierten wählen zu lassen.
|
Maria Reiser-Köhler: Bewusst mit der Homöopathie in Kontakt gekommen bin ich während der Geburt meiner zweiten Tochter, als die Hebamme mich homöopathisch begleitet hat. Daraufhin wollter ich mehr wissen über diese Methode, die so wunderbar und
|
|
|
|
effektvoll während der Geburt, in der Schwangerschaft und bei Babys gegeben werden kann. Ziemlich bald habe ich als Studentin meinen ersten Homöopathie-Kongress besucht und bin darüber an den Arbeitskreis Homöopathie an der Universität Würzburg geraten. Diesen habe ich während meines Studiums mit weiterorganisiert und -geführt. Zuletzt bin ich dem Impuls einer Freundin und homöopathischen Kollegin gefolgt und spontan zur Mitgliederversammlung nach München gefahren. Zur MV zu fahren hatte für mich etwas mit Neugierde und Respekt zu tun – Neugierde, z.B. wer sind die denn alle, die da so in Bayern für die Homöopathie etwas bewegen, und Respekt für die viele Arbeit, die ehrenamtlich und nebenberuflich geleistet wird. Außerdem ist eine MV ein wesentliches Organ dafür, dass ein Verein funktionieren kann. ...
|
Welche zentralen Forderungen oder Wünsche hättest Du an den DZVhÄ bzw. an unseren bayerischen Landesverband, um uns auch für jüngere Kolleginnen und Kollegen attraktiver zu machen?
|
Maria Reiser-Köhler: ... Zum einen finde ich es persönlich sehr wichtig, dass es auf berufspolitischer Ebene eine Vertretung für die Belange der homöopathisch Tätigen gibt. Zum anderen geht zeitgleich zumindest in letzter Zeit jedoch die Weiterbildung in der Homöopathie etwas unter in dieser sehr turbulenten Zeit für die Homöopathie. Kurse finden aufgrund geringer Teilnehmerzahl nicht mehr so zuverlässig statt und man muss unter Umständen etwas weiter zu einem Kurs fahren. Eine Kooperation auch der südlichen oder einem Teil der südlichen Bundesländer für die Ausbildung fände ich sehr wertvoll! ...
|
|
Wenn ich die Weiterbildungsangebote für ÄiW (Ärzte in Weiterbildung) betrachte, die mich über die DEGAM, den Bayrischen Hausärztebund, die JADE (Junge Allgemeinmediziner Deutschlands) oder auch im Studium über die medizinischen Fachschaften etc. erreichen, würde ich mir wünschen, dass eine stärkere Vernetzung mit all diesen Strukturen möglich ist, auch wenn manche dieser Gesellschaften, Ärztebünde oder Einrichtungen oft eine starke anti-homöopathische Einstellung haben. ( ….)
|
|
|
|
|
Dies ist nur ein Auszug aus einem ausführlichen Interview mit Dr. Maria Reiser-Köhler. Das komplette Interview finden Sie auf der Homepage des LV Bayern.
|
|
|
|
|
|
Im Klappentext heißt es: Das „Follow the Science“ hat in modernen Wissensgesellschaften viel für sich. Öfter bedeutet es jedoch bloß ein „Schluss mit der Diskussion! Die Zeiten sind zu ernst.“ Wie dieses Buch anhand aktueller Beispiele zeigt, kann der Szientismus schnell autoritär werden – zum Schaden der liberalen Demokratie …“ Beispiel: Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach! Zitiert wird er aus seinem Buch "Bevor es zu spät ist" mit
|
|
|
|
|
der Forderung: „Wir müssen viel mehr Wissenschaft wagen.“ Dabei lehnt er sich an einen anderen, freilich wesentlich „größeren“ Sozialdemokraten an, nämlich an Willy Brandt und seine Aufforderung „Wir wollen mehr Demokratie wagen“. Und sogleich wird auch der Unterschied deutlich: Brandt spricht von intentionalem „Wollen“, Lauterbach hingegen apodiktisch von „Müssen“. Dabei bleiben andere Kriterien wie „gesellschaftliche Akzeptanz oder politische Opportunität, ökonomische Realisierbarkeit ….oder ethische Begründbarkeit“ auf der Strecke. Strohschneider charakterisiert Lauterbach als jemand, der „sich als Politiker und Wissenschaftler zugleich“ inszeniert, und das heiße „je nach politischer Opportunität“. Und weiter: „Es handelt sich um einen Typus von Szientokratie, der im strikten Sinne auto-kratisch ist und dessen Despotie demokratische Herrschaftsgrundsätze in ihrer Gesamtheit verletzt.“ Karl Lauterbachs „Mehr Wissenschaft“ sei ein „Zuviel an Wissenschaft“, denn es stehe dem Wagnis der Demokratie des liberalen Verfassungsstaates kategorisch entgegen.
|
Als Kontrapunkt wird – nebenbei bemerkt – Robert Habecks „Von hier an anders“ (2021) gesetzt: für Habeck sei ein Konzept leitend, das den „permanenten Diskursstreit der offenen liberalen Demokratie voraussetzt“. Habeck gehe „von der Anerkennung eines unaufhebbaren Pluralismus moderner Weltzugänge und Weltverhältnisse aus.“
|
|
Das Buch liefert uns Argumente für eine kritische Auseinandersetzung mit einer szientistischen Perspektive auf Politik und Wissenschaft, wie sie in unseren Tagen immer mehr Raum greift und die Grundpfeiler unseres Demokratieverständnisses sukzessive auszuhöhlen droht.
|
|
|
|
|
|
|
Manchmal etwas anstrengend zu lesen wegen einer durchaus elaborierten Sprache, aber auf jeden Fall lesens- und nachdenkenswert!
|
|
|
|
|
|
|
Erfahrungsaustausch zu Darmnosenden gesucht
|
|
|
|
Unsere Kollegin Reiser-Köhler (siehe Interview oben) schrieb uns:
|
Ich beschäftige mich mit den Darmnosoden. Es interessiert mich brennend, ob es jemanden gibt, der Erfahrung damit hat, ob sich nach der Gabe einer Darmnosode das Mikrobiom verändert!
|
|
|
Wer kann dazu was Substantielles beitragen? Wer kennt jemand, die jemand kennt, der….?
|
|
Vielleicht ein Thema für einen internen Erfahrungsaustausch?
|
|
Bitte melden bei lv.by@dzvhae.de, wir bündeln die Wortmeldungen und leiten sie an unsere Kollegin weiter!
|
|
|
|
TeilnehmerInnen für Studie gesucht
|
|
|
|
Antibiotikaverbrauch, Therapieverlauf und Kosten der Grundversorgung beim Hausarzt-, pädiatrischen und HNO-Praxen. Eine prospektive, nicht-interventionelle Beobachtungsstudie und Patientenbefragung.
|
|
|
|
|
|
Erinnerung zum Aktiv-Werden!
|
|
|
|
Patienten-Information und Appell des BPH
|
|
|
Einen auch graphisch schön gestalteten Flyer an die Patientinnen und Patienten stellt der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) zur Verfügung. Dieser enthält den Aufruf, als PatientIn selbst aktiv zu werden und schriftlichen Kontakt mit dem Gesundheitsminister, den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses, lokal bekannten PolitikerInnen und MdBs sowie der Landesärztekammer aufzunehmen. Der Flyer enthält einen Mustertext für ein Anschreiben, das übernommen oder individuell gestaltet werden kann.
|
- Ihre Patientinnen und Patienten kostet das gut angelegte 30 Minuten Lebenszeit und 85 Cent Briefporto!
- Sie als PraxisinhaberIn können diesen Flyer in Ihrer Praxis auslegen und sollten PatientInnen gezielt darauf ansprechen.
- Sagen Sie uns, wie viele Exemplare Sie voraussichtlich und realistischerweise „unters Volk bringen“ können. Wir schicken Ihnen die angeforderte Zahl an Flyern zu!
|
|
|
|
|
|
Rufen Sie in unserem Sekretariat an (089/44717086) oder schicken Sie uns eine Mail an lv.by@dzvhae.de und sagen Sie uns, wie viele Exemplare Sie haben möchten und auch aktiv verteilen können ( 20 / 50 / 100 / mehr?)
|
|
|
|
|
|
TERMINE
|
- B-Kurs mit Dr. Hickmann, 9.-13.10.24, München, Seminarraum des LV Bayern
- D-Kurs mit Dr. Wolfgang Tonigold, 16.-20.10.24, München, Seminarraum des LV Bayern
- Hochkarätige und praxisrelevante Fortbildung zum Thema „Homöopathie bei Hauterkrankungen“. Das Weiterbildungswochenende des LV Bayern mit Dr. Karl Grunow aus Berlin, 30.11.-1.12.24, München, Hörsaal des Krankenhauses für Naturheilweisen
|
Anmeldung zu den Veranstaltungen: Martina Edelmann, Sekretariat LV Bayern, Tel.: 089/44717086 oder per E-Mail: lv.by@dzvhae.de
|
|
|
|
|
|
|
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Sommer.
|
Erholen Sie sich gut, wenn Sie Urlaub haben! Und sollte es mal regnen und Sie wissen nicht, was Sie tun sollen: denken Sie daran, dass unsere Gegner nicht schlafen. Daher müssen auch wir die Zeit nutzen und z.B. den BPH-Aufruf unter die Menschen tragen… Den nächsten Newsletter gibt’s im September!
|
|
Ihr Vorstand des LV Bayern
|
|
|
|
|
|
|