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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Leserinnen und Leser,

der „Münsteraner Kreis“, eine Gruppe selbsternannter Expert:innen in Sachen Homöopathie hat sich aufgelöst. Mit einer Mischung aus Stolz und Selbstmitleid wird darauf hingewiesen, dass der Kampf gegen „Schwurbelmedizin“, „Quacksalberei“ und die „Kügelchenwelt“ zwar sieben Jahre lang durchgehalten wurde, aber nur eine „flaue“ Resonanz in der Politik gefunden habe.

Nun kann man sich natürlich fragen, ob dieser Schritt eine Folge von Einsicht ist, weil neuere Studienergebnisse einfach nicht mehr zum jahrelang wiederholten Billig-Narrativ passen, wonach Homöopathie nicht über den Placebo-Effekt hinauswirken könne. So wurden jüngst in einer neuen Studie sechs vorhandene Metaanalysen zur Homöopathie methodisch aufwändig und nach wissenschaftlichen Standards ausgewertet, das Ergebnis ist eindeutig: Homöopathie wirkt besser als Placebo!
Das Bedauern darüber, dass die jahrelangen Aktivitäten nur eine „flaue“ Resonanz in der Politik gezeigt hätten, ist entlarvend: Ziel war immer, die politischen Rahmenbedingungen so zu manipulieren, dass Homöopathie (aber auch Anthroposophische Medizin und sogar Phytotherapie) an den Wünschen der Patient:innen und ihrer Ärzt:innen vorbei auf politischer Ebene abgeschafft werden soll. Diskussion oder Austausch mit Patient:innen und ihren speziellen Erfahrungen stand nie im Focus, und diverse Studie und Ergebnisse aus Grundladgen- und Versorgungsforschung wurden konsequent ignoriert und negiert.

Offenkundig haben der „Münsteraner Kreis“ und seine Vertreter:innen aber auch ignoriert, dass Menschen sich nicht ungefragt aus der Hand nehmen lassen, was ihnen im Falle von Krankheit und Leiden hilft. Zahllose Patient:innen reagierten auf den medialen Angriff auf Homöopathie und Naturheilverfahren mit Unverständnis, und die Nachfrage an entsprechend qualifizierte Ärzt:innen blieb ungebrochen.
Gerade eben erst hat sich in einer von Initiativen selbstorganisierten Volkabstimmung21 eine überwältigende Mehrheit von 82 Prozent für mehr Naturmedizin im Gesundheitssystem ausgesprochen. Auch wenn diese Abstimmung keine unmittelbare Rechtsverbindlichkeit beanspruchen kann ist doch das Votum überdeutlich: Menschen wollen die rechtliche Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin, und zwar auf Augenhöhe, mit konsequenter Begleitforschung und Erstattung der „Besonderen Therapierichtungen“ durch die Kostenträger.

Wahlfreiheit ist ein Bürgerrecht! Setzen wir uns also unbeirrt, konsequent und tatkräftig auch weiterhin für Homöopathie als Bestandteil einer Integrativen Medizin ein!
Ich grüße Sie sehr herzlich,
Dr. med. Ulf Riker, Vorstand LV Bayern

DZVhÄ-Kogress: 9. bis 11. Mai 2024:

"Homöopathie bei Umbrüchen und Krisen"

Der Kongress ist wissenschaftlich von einem Organsations-Team unter Leitung des LV- Bayern entwickelt worden, beteiligt sind diesmal auch die Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und der Schweiz.

Jetzt anmelden

Ab sofort können Sie sich schnell, einfch und sicher zum Kongress online-anmelden. Auf der Kongress-Webseite finden Sie ebenso das ausführliche Vortrags-Programm, sämtliche beteiligten Referentinnen und Referenten, Einladung zum Begleitprogramm, Hinweise zur Buchung von Unterkünften und alle weitere wichtige Informationen zum Kongress 2024.

Das Programm ist praxisorientiert

Das Programm ist ausgesprochen praxisorientiert: „Umbrüche und Krisen“ erleben wir regelmäßig in unserer täglichen Arbeit, und Menschen haben ganz unterschiedliche Strategien, mit den Herausforderungen umzugehen. Entsprechend individuell muss der therapeutische Zugang sein. Homöopathie kann – rational und nachvollziehbar eingesetzt – bei Umbrüchen und Krisen die körperliche, seelische und mentale Balance wieder herstellen.

Neugierig? Stöbern Sie auf www.homoeopathie-kongress.de! Wir empfehlen, dass Sie sich zeitnah eine Unterkunft in der Region suchen, die nicht nur zum Kongress, sondern auch zu vielen Freizeitaktivitäten (vor oder nach dem Kongress!) einlädt!

Im Oktober-Newsletter haben wir Ihnen schon unsere deutschen und bayerischen Referent:innen vorgestellt. Nun stellen wir die Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und der Schweiz vor:

Österreich

  • Dr. Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu und Dr. Beatrix Urbanek stellen die Frage "Schwangerschaft – eine Krise?“
  • Dr. Susanne Diez richtet ihren Blick auf „Seelische Traumata – Homöopathie und Psychotherapie als Ergänzung“.
  • Dr. Christoph Abermann zeigt am Falle einer Leberzirrhose, wie ein homöopathischer Strategiewechsel weiterhilft.
  • Dr. Bernhard Zauner zeigt, wie sich „Krisen bei Menschen im Alter“ homöopathisch begleiten und behandeln lassen.
  • Dr. Wolfgang Jezek bietet als Facharzt für Psychiatrie einen (teilnehmerbegrenzten) Workshop an zum Thema „Homöopathie bei Suizidalität?“

Schweiz

  • Dr. Hansjörg Hee stellt als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie die „Adoleszenz – Homöopathie als Seil über Abgründe“ in den Focus.
  • Dr. Philipp Busche und Dr. Severin Pöchtrager berichten aus der Klinik Arlesheim über ihre Erfahrungen mit „Integrativer Medizin in der Behandlung des Post- und Long-Covid-Syndroms“.
  • Dr. Gisela Etter, Dr. Franziska Bläuer und Dr. Kyriaki Stefanidou berichten im Anschluss über „Post-Covid in der Hausarztpraxis“ und entsprechende Erfahrungen mit Homöopathie.
  • Dr. Clemens Dietrich stellt das Klimakterium virile in den Mittelpunkt und fragt pointiert „Mann, sind das die Wechseljahre?“
  • Dr. Beat Spring untersucht die Frage nach der „Krise als Hilfe zur Lebensentfaltung“.
  • Dr. Holger Malchow berichtet aus mehr als 25-jähriger Erfahrung mit „Komplementärer homöopathischer Krebsbehandlung an der Clinica Dr. Spinedi“.
  • Prof. Dr. Jürgen Pannek berichtet aus dem Paraplegiker-Zentrum Nottwil über „Homöopathie – Ganzheitliche Unterstützung bei Rückenmarkverletzungen“ und wird in diesem Zusammenhang vor Allem auch die urologischen Komplikationen thematisieren.
Ein besonderes Highlight am Ende eines vollen Programm-Tages (9. Mai) wird ein Klavierkonzert im Historischen Rathaussaal der Stadt Lindau sein: Der Pianist Alexej Gorlatch stammt aus der Ukraine und hat unlängst zusammen mit einem russischen Kollegen ein Solidaritätskonzert für die Ukraine in der Paulskirche zu Frankfurt gegeben. Hören Sie mal hinein.

Sichern Sie sich ihren Platz im Kongress und bei begrenztem Zimmerkontingent in Lindau auch Ihren Schlafplatz! Nutzen Sie die Chance, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und neue Kontakte über die Landesgrenze hinweg zu knüpfen! Lindau und unser Kongress sind eine Reise wert! Wir freuen uns auf Sie.

Wissenschaft ist Pluralität und Kontroverse

Im Jahr 2021 hat sich eine Gruppe von Professor:innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zu einem Forum zusammengefunden, das unter der Überschrift Kritischer Geist in der Krise eine Erklärung „Zur Aufgabe von Wissenschaft" veröffentlicht hat. Darin heißt es unter anderem:
„Sachliche Kontroverse und plurale Problemzugänge als Kennzeichen von Wissenschaft halten zugleich auch den Raum der demokratischen Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger offen“.

Und weiter es:
„…wissenschaftliche Erkenntnisse (sind) selten eindeutig und in der Anwendung immer deutungsbedürftig …. Sie sind daher auch in der Wissenschaft selbst meist kontrovers“

Dr. Riker hat sich mit diesen und weiteren Aussagen näher beschäftigt, seinen Beitrag finden Sie auf der Webseite des LV Bayern.

Termine


Alle Termine des LV Bayern gibt`s auf der LV Webseite - eine Auswahl steht hier

  • 25.-26.11.23 DZVhÄ-Delegiertenversammlung II / 2023 in Köthen
  • Weiterbildungswochenende am 2.-3.12.2023 im Krankenhaus für Naturheilweisen: Chronische Harnwegserkrankungen
Referent:innen: Drs. Ute Bullemer, Nikolaus Hock, Klaus-Roman Hör, Ulf Riker, Marieluise Schmittdiel und Dr. Wolfgang Springer. Das genaue Programm wird zeitnah bekannt gegeben und auch im nächsten Newsletter veröffentlicht. Wir werden auch von den ersten Ergebnissen der Studie berichten, die in Bayern und angedockt an die Technische Universität München / Abteilung Nephrologie durchgeführt wird. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob Homöopathie beim Krankheitsbild der unkomplizierten rezidivierenden Zystitis der Frau die Erfordernis zum Antibiotika-Einsatz reduzieren und damit der Resistenzentwicklung Einhalt zu gebieten.
Informationen und Anmeldung: DZVhÄ-Landesverband Bayern, Tel.: 089/44717086 oder per E-Mail: lv.by@dzvhae.de

Bitte beachten Sie auch die Veranstaltungskalender auf der LV Bayern-Webseite und der DZVhÄ-Weiterbildungs-Webseite.