München, 6. Mai 2020. Um die Homöopathie in der GKV zu halten, müssen wir gemeinsam Handeln. Jede und Jeder vor Ort, die DZVhÄ-Landesverbände in den Regionen und der DZVhÄ auf Bundesebene. Dr. med. Ulf Riker, Vorsitzender des DZVhÄ-LV Bayern ruft die homöopathischen tätigen Ärztinnen und Ärzte auf, sich an der Kampagne zu zu beteiligen.

Leider wagen sich manche Politiker*innen, die sich vor ca. 2 Jahren dem Ansinnen von Karl Lauterbach entgegengestellt haben diesmal nicht aus der Deckung! Das ist nicht nur enttäuschend, sondern eigentlich empörend, denn:

  • Die geplante Streichung wird offiziell als notwendiger Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Finanzen „verkauft“, was aber von Anfang an wegen eines marginalen Sparpotentials von ca. 0,03% der GKV-Gesamtausgaben (entsprechend ca. 0,53 Euro pro Versicherten und Jahr) unglaubwürdig und eigentlich absurd war.
  • Im Bericht der Finanzkommission, der dem Gesetzentwurf zugrunde liegt, wird darauf hingewiesen, dass für die Streichung der Homöopathie bisher „der politische Durchsetzungswille gefehlt“ habe. Das entlarvt mehr als deutlich, dass sich hinter dem Manöver eine eklatante Täuschung der Öffentlichkeit und damit auch der Ärzt*innen und Patient*innen verbirgt: es geht nicht ums Sparen, sondern um die finale Liquidierung der Homöopathie aus unserem Gesundheitssystem!
  • Das erklärt auch die konsequente Missachtung unserer Hinweise auf vorhandene wissenschaftliche Studien sowie die resultierende Gesamtevidenz: es geht überhaupt nicht um eine sachliche Begründung, sondern lediglich um „Vollzug“ dessen, was der Koalitionspartner SPD schon in der letzten Legislatur durchsetzen wollte.
  • Das empörende daran ist, dass durch hohes Tempo bei gleichzeitiger Verschleierung von Sachargumenten Fakten geschaffen werden sollen, wobei gleichzeitig mit der Homöopathie (sowie der anthroposophischen Medizin) auch die politische Glaubwürdigkeit zu Grabe getragen wird.
  • Und was ist mit der Tatsache, dass unsere Nachbarn, die Schweiz, in einer wissenschaftlichen Analyse (HTA-Bericht) zum genauen Gegenteil dessen gekommen sind, was die „Berater“ unserer Bundesregierung der Politik als wissenschaftliche Schlussfolgerung auf den Tisch gelegt haben?
  • Was verbirgt sich dahinter? Ein undurchsichtiger regierungsinterner Deal? Oder manifestiert sich die knallharte Macht von Lobbyisten (z.B. aus der Pharmabranche)? Ist es womöglich der verzweifelte Versuch, „Handlungsfähigkeit“ zu zeigen? Oder – noch schlimmer – ein hilfloses politisches Agieren ohne Sinn und Verstand? Oder macht gar die Bundesärztekammer – hinter dem Rücken ihrer Pflichtmitglieder! – Druck auf die Politik?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ärztliche Homöopathie ist eine Errungenschaft, zu deren Verwirklichung Generationen von Praktikern und Forschern beigetragen haben. Homöopathie ist eine „Erfindung“ aus Deutschland, die inzwischen weltweit (z.B. auch in Indien, aber auch in anderen Erdteilen) breite Anerkennung und erfolgreiche Anwendung gefunden hat. Setzen wir uns also für den Erhalt der Homöopathie im deutschen Krankenkassen-System ein! Jede und Jeder von uns! Noch heute! Wann denn sonst, wenn nicht jetzt?

Also:

  • Unterzeichnen Sie den „Offenen Brief aus der Ärzteschaft“, wenn Sie es noch nicht getan haben! Werben Sie auch bei Kolleginnen und Kollegen, die Homöopathie selbst nicht anwenden, aber vielleicht „offen“ dafür sind!
  • Schreiben Sie direkt an Politiker, was Sie von der Eliminierung der Homöopathie aus dem GKV-System halten! Bedienen Sie sich dabei der Argumente, die wir Ihnen in einem „Baukasten“ zeitnah zur Verfügung stellen – auf der DZVhÄ-Kampagnen-Seite gibt es viele Anregungen für Ihren Brief .

Schreiben Sie an:

nina.warken@bmg.bund.de;
fraktion@cducsu.de;
direktkommunikation@spdfraktion.de;
gesundheitsausschuss@bundestag.de;

  • Weisen Sie Ihre Patient*innen, Freunde und Bekannte auf die Mitmachaktionen des BPH (Bundesverband Patienten für Homöopathie) hin und motivieren Sie, aktiv zu werden.
  • Achten Sie auf den SONDER-Newsletter des DZVhÄ, der Sie als Mitglied zeitnah erreicht und der zusätzliche Auskünfte darüber gibt, wie Sie auch die Bürgerplattform „weil`s hilft!“ für Ihren Einspruch nutzen können!
  • Und wenn Sie bereits Erfahrungen im Kontakt mit der Politik gemacht haben: lassen Sie es uns wissen! Schreiben Sie uns, dann können wir unseren Mitgliedern für eigene Initiativen hilfreich zur Seite stehen!