Die WHO ruft zu Sensibilisierung für den Einsatz von Antibiotika weltweit auf.  Der Landesverband Bayern des DZVhÄ hat mit homöopathischen Ärztinnen und Ärzten gesprochen, wie sie in ihren Praxen mit Antibiotika umgehen und die Frage gestellt, ob sie mit Hilfe der Homöopathie Antibiotika reduzieren können.

Als Tierärztin hat Beatrice Milleder aus Haar bei München die Homöopathie-Ausbildung bei der George-Vithoulkas Stiftung mit Diplom abgeschlossen, ebenso hat sie das Homöopathie Diplom der International Association of Veterinary Homeopaths (IAVH) und auch deren Teacher’s Diplom. Neben ihrer Praxistätigkeit gibt sie auch Vorträge und Seminare für Tierärzte und Tierhalter und ist seit 2016 Vertreterin Deutschlands bei der IAVH.

Welche Erkrankungen behandeln Sie hauptsächlich in Ihrer Praxis?

Einen Schwerpunkt stellen chronische Krankheiten dar, mit einem Fokus auf Magen-Darm Problemen, Autoimmun-Erkrankungen und der integrativen Krebsbehandlung. Ein weiterer Schwerpunkt sind Verhaltensprobleme, vor allem Traumata/Angststörungen bei Hunden und Katzen.

Wie sieht Ihre Erfahrung aus, können Sie in Ihrer Praxis Antibiotika durch Homöopathika ersetzen?

So einfach ist das nicht zu beantworten, denn das kommt immer auf die Erkrankung an. In diesem Jahr habe ich 15 Antibiotika-Tabletten verschrieben, ich denke, es gibt wenige Tierarzt-Praxen, die so wenige benötigen.

Begleiten Sie die homöopathische Therapie engmaschiger als die konventionelle?

Nein. Aber ich behandle kaum noch „konventionell“, obwohl ich es bei Bedarf einsetzen kann, was ein großer Vorteil ist.

Wie reagieren die Tierhalter auf Ihr Angebot?

Zu mir  kommen fast nur Tierhalter, die mein Angebot suchen, weil sie die Vorteile einer ganzheitlichen Behandlung erfahren haben oder auch, weil sie bereits alles versucht haben und jetzt hoffen, dass die Homöopathie Heilung bringt. Es vergeht kein Tag, an dem mich die  Homöopathie nicht begeistert.

…und wie sind Sie zur Homöopathie gekommen?

Zur Homöopathie kam ich wie so viele durch ein persönliches Erlebnis, nämlich die Erkrankung meiner Mutter, die Dank Homöopathie um eine Gallen-OP herumkam.