Unter dem Motto Dialog und Synergie – Homöopathie in der Integrativen Medizin findet vom 20. bis 23. Mai in Lindau am Bodensee die 168. Jahrestagung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) statt. Dieser Ärztekongress für Homöopathie 2020 wird durch den DZVhÄ-Landesverband Bayern, die österreichischen Verbände ÖGHM und ÄKH sowie die Verbände aus der Schweiz SVHA | SSMH | SSMO und SAHP gestaltet. Erstmalig wird es auch einen Fortbildungsstrang für Veterinäre geben. Das tiermedizinische Programm wird ebenfalls international gestaltet durch den österreichischen Verband ÖGVH, CAMVet aus der Schweiz sowie der Projektgruppe Veterinärmedizin des DZVhÄ (Leiterin Dr. Brigitte Hentschel).

Eröffnet wird der Kongress am 21. Mai um 10 Uhr mit einem Festvortrag von Prof. Dr. med. Giovanni Maio: Die Medizin wird zwischenmenschlich sein oder sie wird nicht sein – Warum die Medizin Labor und Lebenswelt verbinden muss.

Dialog und Synergie – Homöopathie in der Integrativen Medizin

Seit vielen Jahren gibt es im LV Bayern des DZVhÄ eine kombinierte Fortbildung von konventioneller Medizin und Homöopathie, die wir „Homöopathie im Dialog“ nennen. Hier geht es um den aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie bei den jeweiligen Krankheitsbildern und die entsprechende homöopathische Behandlungsstrategie. Dabei wird immer wieder gezeigt, wie gut sich beide Methoden synergistisch ergänzen. Der Dialog mit den verschiedenen Fachrichtungen und der Gewinn durch das Zusammenwirken dieser so unterschiedlichen Behandlungsansätze soll der zentrale Leitfaden unserer Tagung werden. Dies führt zum Begriff der Integrativen Medizin. Definiert als das Miteinander von konventioneller und komplementärer Medizin ist sie der Schlüssel für die moderne Medizin der Zukunft. Die Homöopathie hat einen festen Platz innerhalb der Integrativen Medizin. Ihre Position innerhalb der Methoden – mit ihren Möglichkeiten und Grenzen – aufzuzeigen, soll Thema unseres Kongresses sein.

Den trennenden und ausgrenzenden Kräften, die die Homöopathie und auch andere komplementäre Methoden in Frage stellen, wollen wir das Konzept der Integration gegenüberstellen. Wie können nun die unterschiedlichen Behandlungskonzepte zusammenwirken? Und wie hat sich das Medizinverständnis in der Homöopathie entwickelt? Diese Fragen wollen wir in der Tagung darstellen und diskutieren, um den Prozess der Integration zu stärken. Denn Integration ist sowohl in der Medizin wie in der Gesellschaft eine große Herausforderung. Wenn sie gelingt, haben Polarisierung und Ausgrenzung keine Chance.

Der DZVhÄ vergibt bis zu 8 Fortbildungspunkte pro Tag für das Homöopathie-Diplom. Bei der zuständigen Landesärztekammer werden CME-Fortbildungspunkte für jede Jahrestagung  beantragt und in der Regel mit mindestens 16 Punkten bewilligt. Die Themen des Kongresses richten sich an den Praktiker, der hier Wissen für seine tägliche Praxis mit nach Hause nimmt. Ergänzt wird der Homöopathie-Kongress von einer vielfältigen Industrie-Ausstellung, auf der Arzneimittelhersteller ihr Sortiment präsentieren und Verleger Neuerscheinungen aus der Weiter- und Fortbildung zeigen und mit neuen oder bereits bekannten Autoren ins Gespräch kommen.

Informationen und Anmeldung auf der Kongress-Webseite.